Türbeschläge, Möbelbeschläge & Zubehör

Zeitlos, robust und elegant

Jedes Material im Bereich der Beschläge hat und hatte „seine Zeit“. So dominierte in den 70er und 80er Jahren beispielsweise der Beschlag aus Kunststoff. Mit dem Werkstoff Polyamid ließen sich innovative Formen erzeugen und es war über bestimmte Verfahren möglich, nicht nur den Werkstoff, sondern gleich auch das Endprodukt in einem „Guß“ herzustellen. Und doch gilt es, sich immer wieder der „alten“ und traditionellen Handwerkskunst zu besinnen. Dieses Handwerk spiegelt sich am besten in der Verarbeitung von Metallen wider und so erleben seit einigen Jahren die Beschläge aus hochwertigem Metall eine echte „Wiedergeburt“.



Was spricht für die Verwendung von Edelstahl, Stahl oder Bronze bei Beschlägen?

Beschläge aus Metall zeichnen sich durch ihre extrem hohe Langlebigkeit, die Robustheit, ihre Beständigkeit gegen Korrosion oder Säure, ihre Abriebfestigkeit sowie ihre hervorragenden Werte bei der Gesundheits- und Umweltverträglichkeit aus. Metall ist ein nachhaltiger Werkstoff, der gerade den Umweltgedanken ins Zentrum rückt. Das sorgt dafür, dass besonders im Bauwesen wieder verstärkt auf Stahl und Edelstahl gesetzt wird.

Edelstahl gilt zudem als rostfrei, weil die Bestandteile der Legierung – Nickel und Chrom – eine für das menschliche Auge nicht sichtbare Passivschicht ausbilden. Sollte es trotz dieser Schicht einmal dazu kommen, dass sich Spuren von Rost zeigen, sprechen wir in diesem Zusammenhang von dem sogenannten „Flugrost“. Dies ist nicht der Typ Rost, den wir als Ursache für Durchrostungen kennen, sondern ein Rost, der durch Umwelteinflüsse an die Beschläge gelangt. Um sich des Flugrosts zu entledigen reicht es aus, wenn er mit den handelsüblichen Haushaltsreinigern entfernt wird, die für Edelstahl geeignet sind. Das gilt übrigens auch für Verschmutzungen, die auf ölen oder Fetten basieren. Kaum ein Werkstoff ist so einfach zu reinigen wie Edelstahl.

Beschläge aus Edelstahl zeichnen sich darüber hinaus durch ihre hohe Widerstandsfähigkeit gegen mechanischen Abrieb aus – dazu gehören zum Beispiel auch Kratzer, die Beschläge schnell unansehnlich machen würden.

Wichtiges Element bei Beschlägen aller Art aus Edelstahl: auch das Verschraubungs- oder Stiftmaterial ist entsprechend zu wählen. Nur so ist gewährleistet, dass es bei „unedleren“ Verschraubungen nicht zu Kontaktkorrosion am Edelstahl kommt. Edelstahl findet sich unter den Bezeichnungen V2 A, V4 A, Chromargan, Nirosta und so weiter. Hierbei handelt es sich um eingeführte Herstellernamen und die klassische Bezeichnung für Edelstahl lautet „austenitischer Stahl“ oder „Chrom-Nickel-Stahl“.

Edel und gut – Beschläge aus Bronze oder Rohstahl

Beschläge aus Bronze zeichnen sich dadurch aus, dass sie durch den Gebrauch und die dadurch entstehende Patina an Ausstrahlungskraft gewinnen. Das liegt daran, dass Teile, die aus Bronze gefertigt werden, durch Umwelteinflüsse und an der Luft nachdunkeln. Bronze verfügt über die Eigenschaft, die Veränderungen durch das Altern glaubwürdig darzustellen. Doch nicht nur die Patina macht das Material Bronze aus, sondern auch die hohe Korrosionsbeständigkeit, der hohe Härtegrad und die enorme Zugfestigkeit. Bronzebeschläge zeichnen sich durch ihre hohe Verschleißfestigkeit aus und sind damit für den Einsatz in Bereichen bestens geeignet, bei denen der Beschlag stark beansprucht wird.

Neben Bronze ist auch der Rohstahl, der auch Schwarzstahl genannt wird, ein edles, ausdrucksstarkes Material. Unter Schwarz- oder Rohstahl versteht man einen naturbelassenen Rohstahl, welcher durch den Einsatz sehr hoher Temperaturen die Oberfläche aus Abbrand und schwarzblauem Zunder erhält – es entsteht eine hochwertige Optik, die höchsten ästhetischen Ansprüchen genügt. Beschläge aus Rohstahl sind grundsätzlich unique und einzigartig, denn die Färbung, die beim Hitzeprozess entsteht, ist individuell und nicht beeinflussbar. So entsteht der einzigartige und ausdrucksstarke Charakter der Beschläge aus Rohstahl.